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Wachaumarathonam 14.September 2014

Herzlichen Glückwunsch allen Marathon- und Halbmarathonfinishern zu den tollen Ergebnissen.

Die lesende Gemeinde freut sich immer wieder über Berichte .... 

neu eingetroffen: Geralds Marathonerlebnisse:

 

„Dafür machst Du das!“ – Eindrücke von meinem 1. Marathon

 

 

 

Ich hatte ja schon länger vor, einen Marathon zu Laufen; schließlich laufe ich ja nicht erst seit gestern und einmal im Läuferleben muss man ja zumindest einen Marathon laufen heißt es... - bisher hatte ich jedoch immer zu großen Respekt davor, wie sich zeigen sollte, völlig zu Recht, ich habe ja schon 100.000 Geschichten von Marathonis gehört – und ich kann nun bestätigen, alle sind wahr, wie ich mittlerweile weiß!. Aber beginnen wir chronologisch: vor ca. einem halben Jahr habe ich mich, da ich mich dieses Jahr fit genug dafür fühlte, endlich dazu entschlossen, meinen ersten Marathon zu laufen, die Wachau sollte es werden, einerseits der Landschaft und bekannt guten Organisation und der Streckenführung wegen, es geht ja immer flussabwärts :-) und ostwärts, meistens hat es ja Westwetter, also tendenziell eher Rückenwind und dann waren ja auch schon Gaby, Brigitte und Helmut angemeldet – ich war sohin nicht alleine, was bei der Vorbereitung sehr hilfreich sein kann.

 

Die Wetteraussichten waren dann ziemlich bescheiden, Dauerregen wurde prognostiziert, gut für mich an sich, ich mag Regen ja, aber 42,195 km in nassen Schuhen – nein Danke!

 

Beim Start in Emmersdorf dann aber perfekte Bedingungen, nicht zu heiß, der Regen hatte aufgehört, nahezu windstill, noch ein Erinnerungsfoto mit Gaby, Gitti, Helmut und Bernhard, der sich spontan dazu bereit erklärte gemeinsam mit mir zu laufen, für ihn sein unglaublich 110 !!! Marathon, für mich Premiere; mein Maximalziel, ausgehend von den letzten 10er und HM-Zeiten, war unter 3h 30 zu kommen, ambitioniert zwar, aber realistisch, jedoch, wie sich zeigen sollte, hat der Marathon eigene Regeln, eine davon lautet, sich an die Marschroute halten (in meinem Fall Pace 4‘ 58‘‘), wer sich nicht daran hält, bezahlt dafür...

 

Bewusst reihten wir uns im hinteren Bereich des Feldes ein, ist es ja für die Psyche besser, einen Läufer nach dem anderen zu überholen, als selbst dauernd überholt zu werden, und wollten den 3 Stunden 30 Pacemaker einholen, der wie wir dann feststellen sollten, doch recht flott unterwegs war. Ihr ahnt wohl schon, was jetzt kommt, die Kilometer „flogen“ so richtig vorbei, wir waren natürlich viiiel zu schnell unterwegs, mit Kilometerzeiten von zeitweilig 4,40 bzw. auch 4,20 darunter - Zitat Bernhard: „bist Du Dir sicher, dass Du dieses Tempo „gehen“ willst?“ - , „ja“, es lief anfangs echt perfekt, bis HM in Spitz kein Problem (1:42:52), aber dann ... - der darauf folgende 10er war dann schon zäher - die Sonne kam heraus, es wurde dunstig – und nach Dürnstein war es dann echt hammerhart, die 500 m Schleife in Dürnstein ein emotionaler Faustschlag ins Genick, zeitweilig kamen dann muskuläre Probleme dazu, sodass ich immer wieder kleinere Abschnitte gehen musste, um die Muskulatur zu lockern, die Zeiten rasselten in den Keller, vom Pacemaker verabschiedeten wir uns notgedrungen, du fragst Dich, “warum tust Du Dir das an?“, „nur“ noch 7 km, ein halbe Strasshofer Runde also, eigentlich gar nicht mehr so weit, es fühlte sich dennoch unendlich weit an. Spätestens jetzt war mir klar, warum der Marathon so etwas wie die olympische Königsdisziplin ist. Bernhard blieb bei mir, motivierte, und so kamen wir dann endlich doch nach Krems, noch 3 km, Du siehst das Ziel vor Dir, Du bist schon auf der Zielgeraden, aber in die Gegenrichtung, noch 2 km durch die Altstadt mit kleineren Bergaufstücken vor Dir, die Finisher kommen Dir entgegen, für diese die letzten Meter, für uns noch 2000 Meter, jeder einzelne Schritt tut weh, die Streckenführung eigentlich eine Gemeinheit, aber: unsere Fans sind da, feuern uns an (Danke Albert, Lisbeth, Gerti, Sieglinde, Michi, Herbert...!!!!), wir mobilisierten unsere letzten Reserven, Adrenalin pur, überholten noch einige Läufer und finishten die letzten 500 m in unglaublichen 2:57/km Schnitt. Mit 3:34:04 als 116. habe ich das selbst bewusst hoch gesetzte Maximalziel zwar nicht ganz erreicht, weiß, welche „Fehler“ dafür verantwortlich waren, bin aber dennoch sehr zufrieden mit dem ersten Marathon, stolz es geschafft zu haben, kaputt und völlig fertig, aber Glücksgefühle ohne Ende. Bernhard zu mir: „dafür machst Du das!“. Und „genau dafür“ werde ich mir das mit Sicherheit wieder „antun“, für Wien bin ich schon gemeldet!

 

Liebe Grüße, Gerald“


und da ist auch schon Brigittes und Helmuts Bericht aus der Wachau: 

Wir haben natürlich die Tage davor die Wetterprognosen verfolgt und es wurde für Sonntag immer wieder etwas Regen angekündigt, aber als wir in Krems ankamen war es trocken und so sollte es auch den ganzen Tag bleiben. Am Bahnhof haben wir dann auch gleich Gerald, Bernhard und Rudi Foit gesehen und sind dann alle zusammen in den Bus nach Emmersdorf gestiegen und ich habe schon beim Hinfahren die herrliche Aussicht entlang der Donau genossen. Obwohl wir schon mehr als eine Stunde vorher in Emmersdorf waren, verging die Zeit bis zum Start trotzdem sehr schnell, denn wir haben noch ein bisschen über unsere geplante Zielzeit, die Taktik usw. geplaudert. Für Helmut war es ja sein erster Marathon und er hat sich vorgenommen, von Beginn an mit dem Pacemaker mit Endzeit 3:59:59 zu laufen und auch für Rudi war das eine Option. Gerald und Bernhard sind gemeinsam gestartet und auch Gabi und ich blieben die ersten 25 Km Seite an Seite so in etwa mit einer 6er Pace (+/-) und obwohl wir beide dachten, dass wir schon ein bisschen flott unterwegs sind und uns zum Ende hin die Luft ausgehen wird, behielten wir dieses Tempo bei. Irgendwann war Gabi dann etwas schneller, blieb aber noch in Sichtweite, bald kam ich wieder näher und sie meinte nur „ lauf, bei mir geht es nicht schneller“ und ab diesem Moment verloren wir uns wirklich aus den Augen. Die Verpflegung auf der Strecke alle 3, 4 Km war top und wurde auch von mir gerne in Anspruch genommen. So verging ein Kilometer nach dem anderen und ab Km 30 merkt man dann schon die muskuläre Ermüdung und man sieht auch vermehrt Läufer auf der Strecke, die gehen. Die gemeinsamen Kilometer mit Gabi vergingen für mich sehr schnell, aber alleine musste ich mich schon immer und immer wieder motivieren, nicht nachzulassen. So in etwa 2,5 Km vor dem Ziel traute ich meinen Augen nicht, da sah ich Helmut vor mir laufen, er hatte sichtlich keine Kraft mehr in den Beinen und quälte sich die letzten Kilometer ins Ziel. In der Wachau ist der Zieleinlauf etwas ungewöhnlich, weil eigentlich ist man dem Ziel schon so nah und muss trotzdem noch eine Schleife durch die Stadt laufen, die einem endlos erscheint. Aber dann auf den letzten Metern stehen noch Gerti, Herbert mit Freundin und all jene von uns, die schon gefinisht haben, am Straßenrand und auch Michael und Albert sind da und man läuft unter den guten Zurufen dem Ziel entgegen. Helmut hat kurz nach mir auch das Ziel erreicht und ich muss sagen, dass ich stolz auf ihn bin, dass er nicht aufgegeben hat. Er hat gemeint, dass er noch nie so schmerzende Beine hatte und die letzten 12 Km eine einzige Qual waren. Dann haben wir noch gemeinsam auf Gabi gewartet, weil eigentlich müsste sie schon längst im Ziel sein, aber wir sahen Gabi erst wieder beim Kleiderbus und haben erfahren, dass sie so starke Krämpfe hatte, dass sie den Marathon leider nicht beenden konnte und sie dann mit dem Zug zurück nach Krems gefahren ist.

Also für mich und sicher auch für Helmut war die Wachau eine Reise wert und obwohl er sagte, dass das sein erster und zugleich letzter Marathon war, bin ich mir sicher, dass er auch nächstes Jahr wieder gemeinsam mit mir und unseren Lauffreunden bei einem 42,195 Km- Lauf an den Start gehen wird.

Liebe Grüße Brigitte und Helmut 

 

Bewerb Halbmarathon

Name Klasse Zeit Rang Kl-Rg. min/km Bemerkung
Sieglinde Schmieder
W70 1:55:49 1891 1 5:29
Elisabeth Kiesel
W55 2:06:50 2999 12 6:01

Bewerb Marathon

Name Klasse Zeit Rang Kl-Rg. min/km Bemerkung
Gerald Strolz
M40 3:34:04 116 43 5:04
Bernhard Bruckner
M40 3:34:04 117 44 5:04
Rudolf Foit
M65 4:02:12 315 2 5:44
Brigitte Mausser
M-AK1 4:15:13 399 5 6:03
Helmut Mausser
M50 4:20:19 426 40 6:10


                          

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